Backen mit dem Jugendzentrum (2008)

Backen mit dem Jugendzentrum

Am Donnerstag, 11. Dezember 2008 trafen sich die Kinder aus dem Jugendzentrum Ziegelhausen und SeniorInnen und Senioren des Zentrums zum gemeinsamen "Weihnachtsgutsel" backen. Das gemeinsame backen hat schon Tradition im Seniorenzentrum Ziegelhausen..
Neu in diesem Jahr war die Anwesenheit von Stadtrat Klaus Pflüger, der die Kinder und SeniorInnen mit seinen Erfahrungen als Konditormeister beim Backen unterstützte. Mit viel Freude wurde Teig gerührt und ausgestochen, vorm und nach dem Backen verziert und probiert. Stadtrat Pflüger hat mit viel Geduld die Fragen der Kinder und SeniorInnen beantwortet und gab manch guten Tipp: wie kommt der Puderzucker auf die Vanillekipferl, wie ist die richtige Temperatur zum backen der Zimtsterne oder wie wird das Eiweiß richtig steif. In kurzer Zeit waren 4 verschiedene Plätzchensorten gebacken, die anschließend bei Kaffee und Kakao verzehrt wurden. Den Kindern und den Seniorinnen und Senioren hat es viel Spaß gemacht.

Moscheebesuch in Heidelberg

- Senior(innen) besuchen die Heidelberger Moschee -

Am 15.05.2008 besuchte das Seniorenzentrum Ziegelhausen die Heidelberger Moschee im Stadtteil Rohrbach. Der Besuch war für 16 Uhr geplant und so verließen wir um 14.30 Uhr das Seniorenzentrum und machten uns mit erwartungsvollen Teilnehmern auf den Weg zur Moschee. Kaum einer der Besucher wusste, dass es in Heidelberg überhaupt eine Moschee gibt und dass man diese sogar besichtigen kann.

Da wir durch die gute Verkehrsanbindung mit S-Bahn und Straßenbahn schon etwas früher vor der Moschee angekommen waren, schauten wir uns das Gebäude schon einmal vorab von außen an und nahmen anschließend Platz auf Gartenstühlen die vor der Moschee aufgebaut waren. Die Moschee war von außen imposant und modern anzusehen und man erkannte sie gleich an dem recht typischen Turm einer Moschee, dem Minarett.

Um kurz vor vier kamen die beiden ehrenamtlichen Moscheeführer Herr Recep Ebrem und Herr Hüseyin Özcan auf uns zu und begrüßten uns offiziell zur Moscheeführung. Nach ein paar kurzen Begrüßungsworten und kurzem Kennen lernen, gingen wir schließlich in die Moschee.

Dort angekommen machten uns die beiden Moscheeführer noch einmal darauf aufmerksam, die Schuhe vorm Betreten der Moschee auszuziehen und dann in die dafür vorgesehenen Regale in der Moschee zu stellen, da die Teppiche der Moschee zum Gebet benutzt werden und deswegen nicht verschmutz werden sollen, da im Islam sehr auf Reinheit geachtet wird und sich die Muslime beim Beten mit den Knien und dem Kopf zu Boden senken.

Als wir den Hauptgebetsraum der Moschee betraten, fielen uns als Erstes die schönen Bemalungen an den Wänden auf. Hierbei handelte es sich um Kalligraphien, die in der islamischen Kultur sehr verbreitet sind und in keiner Moschee fehlen sollten. Nach kurzem Umschauen in der Moschee nahmen wir Platz auf den Stühlen und die Moscheeführer erzählten uns etwas über den historischen Hintergrund des Islam und stellten uns vor, wie ein Gebet in der Moschee normalerweise abläuft.

Währendessen kam noch der Imam der Heidelberger Moschee, Herr Resul Incelik, dazu und setzte sich zu uns. Dieser war nach der Gebetsvorführung auch für unsere Fragen und Anliegen offen und beantwortete unsere Fragen.

Am Ende der Moscheeführung trafen wir uns nochmals im Außenhof der Moschee und tranken alle zusammen einen türkischen Tee, der im Türkischen "Cay" genannt wird. Schließlich gesellte sich der Imam zum zwanglosen Plaudern noch einmal zu uns, bevor er sich dann aber wieder verabschieden musste, da er wieder zu einem Gebet musste. Gegen sechs Uhr verließen wir das Moscheegelände und machten uns auf den Rückweg.

Beim Abschied bedankte sich Frau Roswitha Lemme im Namen des Seniorenzentrums für die Gastfreundschaft und das offene und interessante Gespräch, das vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden kann. Herr Recep Ebrem gab den Dank zurück, denn die türkische Gemeinde freut sich über interessierte Menschen, die die Moschee besuchen und zum Gespräch bereit sind. Auf der Heimfahrt wurde noch einmal über den Besuch gesprochen und wir alle fanden, dass dieser eine sehr gelungene Veranstaltung war.

Christian Weingartner
Praktikant Seniorenzentrum

Generationenfest 2008

- Erstes Generationenfest in der Brahmsstraße -

Am Samstag, den 5.4.2008 haben Alt und Jung in Heidelberg- Ziegelhausen das erste "Generationenfest" miteinander gefeiert. "So was habe ich hier noch nicht erlebt! Ein großer Erfolg!" kommentierte eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Seniorenzentrums. Der Jugendtreff und das Seniorenzentrum Ziegelhausen hatten diese Feier gemeinsam vorbereitet und die Bevölkerung eingeladen. Angekündigt war es als ein Fest für alle Generationen und für Familien mit kleinem Geldbeutel. Ca. 150 Menschen aus allen Altersgruppen folgten dieser Einladung, trotz schlechten Wetters, und erlebten eine tolle Stimmung auf dem Areal der Brahmsstraße 6.

Mit dem Knall eines Luftballons eröffnete Hans-Ulrich Nollek vom Jugendamt der Stadt Heidelberg das Fest. Vorher hatten Dr. Franziska Geiges-Heindl als erste Vorsitzende des Caritasverbands Heidelberg e.V., dem Träger des Seniorenzentrums, und Pfarrer Herbert Burger, für den Träger des Jugendzentrums, die Gäste begrüßt. Der Geistliche der Evangelischen Kirchengemeinde Ziegelhausen nahm als Erster die Hauptattraktion des Festes, das Bullriding, in Anspruch. Er war begeistert vom "Kunstbullen" und freute sich, dass er als Erster den Stier "bei den Hörnern" packen konnte.

Nach der Eröffnung im Jugendtreff verteilten sich die Besucher auf die in direkter Nachbarschaft befindlichen Räumlichkeiten des Seniorenzentrums und des Jugendtreffs. In beiden Häusern galt es zahlreiche Angebote in Anspruch zu nehmen. So wurden im Jugendtreff Bullriding, Kickertische und eine Malaktion auf eine Leinwand, die von Ingrid Kiessling vorbereitet und betreut wurde, angeboten. Im Seniorenzentrum konnten die Besucher bei Kaffee und Kuchen mit ihren Familien beisammen sein. Außerdem wurde im Seniorenzentrum eine Ausstellung "Ziegelhausen - wie es früher einmal war", von Hannelore und Gerhard Rausch sowie von Edwin Langer zusammengestellt, gezeigt. Bei diesen Fotos aus der früheren Zeit Ziegelhausens wurden bei einigen Besuchern Erinnerungen an ihre Kindheit wieder lebendig.

Für die jüngeren Kinder hatten die Seniorinnen eine betreute Spielecke mit zahlreichen Angeboten, wie z.B. puzzeln, malen und anderen Spielen, hergerichtet. Hier konnten sich die Kleinen beschäftigen, während sich die Eltern in Ruhe die Fotos ansehen oder Kaffee trinken konnten.

Ab 16 Uhr tanzte im Seniorenzentrum Laras Dance Company "Hot stuff", eine Hip -Hop Gruppe, bestehend aus vier jungen Frauen, die regelmäßig im Jugendtreff unter der Leitung von Lara Weingärtner trainieren. Diese Performance wurde von den Besuchern begeistert bejubelt und es gab keine freien Plätze mehr im Seniorenzentrum. Danach präsentierten fünf Teenager ihre Lieblingsplätze anhand einer Diashow. So erhielten die Erwachsenen einen Einblick in die Sicht der Jugendlichen, wie diese "ihren" Stadtteil sehen.

Gegen Ende des Nachmittags wurde im Seniorenzentrum noch zum Karaoke- Singen eingeladen, bei dem jeder Besucher sein musikalisches Talent unter Beweis stellen konnte. Hierzu animierte Mario Dolleschel, der selbst zu den überzeugten Karaoke - Fans gehört, das etwas scheue Publikum. Von "99 Luftballons" von Nena bis "My way" von Frank Sinatra reichte das Repertoire und einige Mutige versuchten sich daran und ernteten großen Beifall.

Alle Angebote dieses Nachmittags kamen beim Publikum gut an, doch die Hauptattraktion war das Bullriding im Jugendzentrum. Vor allem die Jüngeren, aber auch ein paar erwachsene Besucher nahmen die Herausforderung an, den Bullen zu reiten.

Um 18 Uhr war das Fest zu Ende und die Veranstaltung löste sich bald auf. Haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen waren glücklich und zufrieden, dass das Fest derart gut angenommen wurde und seinem Namen mehr als gerecht wurde. Die jahrelange gute Zusammenarbeit mit dem Jugendtreff war eine wichtige Voraussetzung, um die Herausforderungen, die die Vorbereitungen einer derartigen Veranstaltung mit sich bringen, bewältigen zu können. Das Fazit muss also lauten: Weiter so!

Christian Weingartner (Praktikant)