Verleihung von Caritas-Ehrenbriefen (2007)

- Verleihung von Caritas- Ehrenbriefen am Internationalen Tag der Freiwilligen -

Ohne bürgerschaftliches Engagement werden die Herausforderungen der Zukunft, die mit dem sozialen und demografischen Wandel verbunden sind, nicht zu meistern sein. Um den zentralen Wert des Ehrenamtes symbolisch zu würdigen, haben die Vereinten Nationen den 5. Dezember zum Internationalen Tag der Ehrenamtlichen (Volunteersday) ausgerufen.

Der Caritasverband Heidelberg e.V. hatte ganz bewusst diesen Tag ausgewählt, um in einem feierlichen Rahmen zehn Mitarbeiter(innen) des Seniorenzentrum Ziegelhausen den Ehrenbrief des Diözesan- Caritasverbandes Freiburg für besondere ehrenamtliche Leistungen zu überreichen. Dr. Franziska Geiges- Heindl nahm als erste Vorsitzende des Caritasverbandes Heidelberg die Würdigung vor. Sie überbrachte herzliche Grüße vom Diözesan- Caritasdirektor Bernhard Appel und übermittelte dessen Anerkennung für die Leistungen der Seniorinnen und Senioren. Anschließend verlas Dr. Geiges- Heindl die Laudatio für jede(n) der geehrten Frauen und Männer. Damit würdigte sie auf sehr persönliche Weise deren ehrenamtlichen Einsatz, der die bisherige Arbeit und die Außenwirkung des Zentrums stark geprägt hat.

Zu dem Auftrag des Seniorenzentrums gehört es, alte und junge Menschen zu solidarischem Zusammenleben zu ermutigen. Menschen sollen darin unterstützt werden, bis ins hohe Alter selbstbestimmt und  aktiv am Leben der Gesellschaft teil zu haben, Verantwortung für sich selbst, für das Zusammenleben und für den Erhalt der Schöpfung zu tragen. Dass dieser Auftrag erfüllt wird, ist der guten Zusammenarbeit zwischen den dreißig ehren- und den zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen mit insgesamt 1,5 Stellen zu verdanken. An diesem Miteinander wird sichtbar, dass der Caritasverband eine lange Tradition in Sachen Ehrenamt hat und dem  freiwilligen Engagement von Menschen einen attraktiven Rahmen gibt, der dem Wandel des Ehrenamtes durchaus gerecht  wird.

Die Leiterin des Seniorenzentrums Roswitha Lemme hob in ihrer Rede deshalb auch hervor, dass die Grundlage der Arbeit in Ziegelhausen in den Leitlinien der Caritas lägen. Darüber hinaus würde die Arbeit ganz im Sinne der Ziele des Stadtentwicklungsplans der Stadt  Heidelberg geleistet. Es existiere eine große Übereinstimmung zwischen den Ansprüchen des Wohlfahrtsverbandes und den Zielen der Kommune.  Aus diesem Grund seien die  öffentlichen Gelder, so die Leiterin des Zentrums, die die Caritas für ihre Arbeit in Ziegelhausen und Schlierbach erhält, eine gute und berechtigte  Investition.

Stadträtin Lore Vogel überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters und sprach ihre herzlichen Glückwünsche aus. Sie äußerte ihre Hochachtung angesichts der Leistung der engagierten SeniorInnen, die zum Teil bereits über achtzig Jahre alt seien und immer noch aktiv mitarbeiteten. Sie wünschte dem Team für die Zukunft weiterhin viel Freude und Erfolg.

Im Namen des Teams der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen überbrachte Ingrid Kiessling „kollegiale“ Glückwünsche. Sie drückte den Stolz des gesamten Teams aus und ergänzte: „Ich hoffe, dass diese Ehrung auch nach außen wirkt und viele Mitbürger und Mitbürgerinnen ermutigt, ebenfalls ein Ehrenamt zu übernehmen“. Sie ging in ihrer Rede genauer auf die Zusammenarbeit der ehren- und der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen ein. Dabei  verwendete Sie die Metapher eines Flugzeuges mit Pilot und Kopilot, was die geübte Zeichnerin tatsächlich ins Bild gesetzt und dem Publikum präsentierte. Den Vertreterinnen der Stadt rief sie angesichts der für 2009 angekündigten Streichung der „Kopilotenstelle“ im Seniorenzentrum zu „ … nur wenn wir weiterhin in bewährter Form alle Kräfte bündeln, können wir viel bewirken.“

Nach dem feierlichen Teil fanden sich Geehrte, deren Angehörige und Freunde, Caritasvorstände, Geschäftsleitung, Ehrengäste aus der dem Gemeinwesen und Mitarbeiterinnen noch zu einem gemütlichen Ausklang mit einem liebevoll vorbereiteten Imbiss ein. Verschönt wurde diese Geselligkeit durch gekonnt vorgetragene klassische Gitarrenmusik, gespielt von Tilmann Steitz, der schon den ersten Teil des Abends musikalisch umrahmt hatte.  Eine gelungene Feier, die allen Gästen sicher noch lang in Erinnerung bleiben wird und die zu einer kontinuierlichen Anerkennungskultur ermutigt.

Die geehrten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen:

Traudel Albrecht, Tilli Wolf, Elfriede Vowinkel, Anneliese Wunsch, Margot Eichstätt, Antonie Sorg, Edwin Langer, Waldemar Heger, Doris Engels- Keller, Elfriede Brunner

 

Roswitha Lemme