Zukunftswerkstatt (2006)

Wer mitarbeitet darf auch mitbestimmen!

Das Seniorenzentrum Ziegelhausen zählt fast dreißig ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, die regelmäßig und verlässlich ihre Zeit einsetzen, indem sie Kurse leiten, Ausstellungen organisieren, Cafés anbieten, Feste gestalten und vieles mehr. Die Tätigkeiten sind sehr vielfältig und unterschiedlich.

Die Hauptamtlichen, Roswitha Lemme und Gudrun Schwöbel, die dem Zentrum mit insgesamt 1,5 Stellen zur Verfügung stehen, legen großen Wert auf eine gute Zusammenarbeit. Sie sind unter anderem verantwortlich für den organisatorischen und inhaltlichen Rahmen, die Verwaltung und die Vernetzung. Wer mitarbeitet, darf auch mitbestimmen!" heißt das Motto, das in der Zusammenarbeit umgesetzt wird. Nicht "von Oben" wird bestimmt, wer wann was macht, sondern gemeinsam wird geplant und umgesetzt. Das geschieht in regelmäßigen Teamsitzungen und geschah am Samstag, 8. April, zum ersten Mal im Rahmen einer "Zukunftswerkstatt". Diese bestand aus einer Kritik-, einer Phantasie-, und einer Realisierungsphase. Neue Ideen wurden entwickelt und Schwerpunkte für die nächste Zeit festgelegt:

Als die ersten drei wichtigsten Themen wurden das "Wohnen im Alter", "Jung und Alt" und "Probleme der Fußgänger in Ziegelhausen" herausgearbeitet.

•Es ist nicht nachvollziehbar, warum ältere Menschen immer noch, wenn sie nicht mehr in der eigenen Wohnen leben können, ihren Stadtteil verlassen müssen.

•Der Weg, den das Seniorenzentrum in Bezug auf Generationen verbindende Projekte geht, soll weiter beschritten werden.

•Für die Fußgänger in Ziegelhausen verliert die Einkaufszone in der Kleingemünder Straße mit zunehmendem Autoverkehr immer mehr an Attraktivität und stellt zudem ein Sicherheitsproblem dar.

Darüber hinaus wurde intensiv über die Schwierigkeiten für ältere Menschen, mobil zu bleiben gesprochen, besonders angesichts der topographischen Lage der beiden Stadteile Ziegelhausen und Schlierbach. Die Bedeutung des ÖPNV ist für beide Stadtteile deshalb sehr hoch: Beide Stadtteile müssen durch den ÖPNV verbunden bleiben, das "kleine Dorf" sollte besser angebunden werden und die vielen Hanglagen bleiben eine Herausforderung.

Das Team hat sich vorgenommen, an den Themen dran zu bleiben und Ideen und Projekte zu entwickeln. Wer sich hier ebenfalls zum Wohl der Stadtteile Schlierbach und Ziegelhausen engagieren möchte, ist dazu eingeladen und kann sich an die Mitarbeiter(innen) des Seniorenzentrums wenden.


Roswitha Lemme, 08.04.2006

Austellung ,,Kopien bekannter Meister''

Austellungseröffnung "Kopien bekannter Meister"

Vernissage war ein voller Erfolg

Wer am Freitag, den 17. November 2006 um 17 Uhr in das Seniorenzentrum kam, staunte erst einmal nicht schlecht, denn die Räume hatten sich total verändert: Wo ansonsten Tische und Stühle zum beisammen sitzen stehen, standen an diesem Abend Staffeleien und Bilder. Zu sehen waren hier und in aufwendigen Rahmen an den Wänden, Motive, wie sie ansonsten nur in den größten Museen der ganzen Welt ausgestellt sind.

"Fälschen nach Anleitung" titelte die Rhein-Neckar-Zeitung am Dienstag den 21. November. Und das hatte die Zeichengruppe Schwarz/ Weiß unter der Leitung von

Waldemar Heger nicht schlecht hingekriegt. Von Degas bis Picasso über Jawlensky, Macke, Nolde und andere, malten die 11 Teilnehmerinnen der Gruppe respektlos einfach ab. Kopiert wurde in Öl auf Leinwand. Freunde und Bekannte waren gekommen, um die Ausstellung zu sehen und die Resonanz zu hören. Sie wurden nicht enttäuscht. Alle waren beeindruckt. Besonders, wer etwas vom Malen versteht, äußerte sich anerkennend.

Die Eröffnung fand im Seminarraum des Zentrums statt, der so voll war, dass viele Gäste stehen mussten. Wer gar keinen Platz mehr fand, konnte den Reden nur in dem daneben liegenden Begegnungsraum folgen.

Zu den Ausführungen gehörten Bildbesprechungen durch Renate Betz, Roswitha Fischer, Ingrid Kiessling und Valeska Muuß.

Gisela Lucht, stellvertretende Geschäftsführerin des Caritasverbandes in Heidelberg, dankte in ihrer Begrüßung Oberbürgermeisterin Beate Weber dafür, dass diese trotz ihres vollen Terminkalenders gekommen war, um die Ausstellung zu eröffnen.

Für die Gruppe, ihren Leiter und das Seniorenzentrum war es eine besondere Freude, dass das Stadtoberhaupt großen Gefallen an den Bildern fand und sich sehr wertschätzend äußerte. Frau Weber würdigte neben der malerischen Leistung ausdrücklich das Engagement der Gruppe und ihres Leiters, die vorbildlich das Motto umsetzten "Nie aufhören, neu anzufangen", indem sie sich aktiv für das kulturelle und soziale Leben im Stadtteil einsetzten, z.B. durch Projekte mit dem Jugendzentrum.

Musikalisch wurde die Vernissage von Maike Linhard auf der Nyckel Harpa, ein traditionelles, aus Schweden stammendes Instrument, umrahmt.

Am Ende der feierliche Eröffnung nahm Roswitha Lemme die Gelegenheit war, um sich von der Oberbürgermeisterin zu verabschieden und ihr im Namen des haupt- und ehrenamtlichen Teams für die Ermöglichung und Förderung der Arbeit und die gute Zusammenarbeit mit der Stadt zu danken. Sie gab außerdem der Hoffnung Ausdruck, dass die begonnene Arbeit auch unter dem neuen Stadtoberhaupt Dr. Eckard Würzner fortgesetzt und weiter entwickelt werden kann. Zum Schluss übergab die Leiterin des Seniorenzentrums dem scheidenden Stadtoberhaupt eine Radierung von Waldemar Heger als Andenken und wünschte gemeinsam mit dem Künstler viel Glück für die Zeit des Ruhestands.

Integration beginnt im Kopf

Veranstaltungsreihe "Integration beginnt im Kopf!"

Das Seniorenzentrum Ziegelhausen hat im Jahr 2006 zum Caritasjahresthema "Integration beginnt im Kopf. Für ein besseres Miteinander von Deutschen und Zuwanderern" eine Ausstelung "Heimat finden - Lebenswege in der Migration" veranstaltet. Im Rahmen dieser Ausstellung wurden Veranstaltungen mit verschiedenen Gästen organisiert.